Wozu brauchen wir Nieren? Die Funktion der Nieren ist vielfältig und für uns lebenswichtig. Nachstehend finden Sie die wichtigsten Aufgaben der Nieren im Überblick:

 

Nierenfunktion

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Blut reinigen

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Wasserhaushalt im Gleichgewicht halten

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Urin produzieren

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Blutdruck regeln

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Elektrolyte im
Gleichgewicht halten

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Säure-/Basenhaushalt
regulieren

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Hormone ausschütten, Sauerstofftransport befördern

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akives Vitamin D produzieren: kräftige und gesunde Knochen

Nierenversagen

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weniger Urin wird produziert: Gewebe an Händen und Knöcheln oder Augenlidern schwillt an: Kurzatmigkeit und Gewichtszunahme.

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Schlackenstoffe sammeln sich im Blut. Mögliche Folgen: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Juckreiz, Schlafstörungen.

   

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Rote Blutkörperchen werden zu wenig produziert: Patienten werden blutarm, fühlen sich müde und geschwächt.

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Blutdruckregulation versagt: Kopfschmerzen, Luftnot und Herzbeschwerden.

   

Chronisches Nierenversagen
kann jeden Menschen treffen.

Oft wissen die Betroffenen gar nicht, dass ihre Nieren nicht richtig funktionieren, bis eine Behandlung unumgänglich wird. Es gibt einige Krankheiten, die zu Nierenversagen führen können. Zu diesen zählen insbesondere:

> Diabetes
> Bluthochdruck
> Akute und chronische Entzündungen der Nieren



So verläuft eine Nierenerkrankung:

Eine Nierenerkrankung kündigt sich mit speziellen Symptomen an, die den Patienten veranlassen, den Hausarzt aufzusuchen. Zu diesen typischen Symptomen gehören unter anderem:

> Hoher Blutdruck (Hypertonie)
> Ödembildung (Schwellung der Augenlider und Unterschenkel)
> Schäumen des Urins (Eiweiß im Urin)
> Blut im Urin


Der Hausarzt wird erste Untersuchungen im Blut und Urin veranlassen. Wenn sich auffällige Nierenwerte ergeben, werden Sie an den Facharzt für Nieren- und Hochdruckkrankheiten (Nephrologe) überwiesen. Der Nephrologe wird dann die genaue Diagnostik aller Nierenerkrankungen mit speziellen Blut- und Urinuntersuchungen und einer ausführlichen Ultraschalldiagnostik mit speziellen, modernen Geräten durchführen. Im Falle einer geringen Einschränkung der Nierenfunktion wird der Patient regelmäßig nephrologisch betreut und kann durch medikamentöse Behandlung gegebenenfalls seine Nierenfunktion erhalten.

Sollten die Untersuchungen ergeben, dass eine schwere Funktionsstörung, zum Beispiel eine große Eiweißausscheidung im Urin (> 3,5 g/ 24 h), vorliegt, wird der Nephrologe eine Nierenbiopsie, das heißt eine Entnahme von Gewebe aus der Niere, vornehmen. Diese Nierenbiopsie erfolgt ambulant in lokaler Betäubung.

Wenn die Untersuchungen ergeben, dass die vorliegende Nierenerkrankung nicht mehr medikamentös behandelt werden kann, oder sollte es trotz einer Behandlung zu einer Verschlechterung kommen, wird der Patienten auf eine Nierenersatztherapie (Dialyse) vorbereitet.